LOGOS LOUNGE: Spiritus caro vivificat I 02: Woher kommt er - wohin geht er?

Shownotes

Mit: Sr. Britta Müller-Schauenburg CJ – Theologin · Ordensfrau · Ignatianische Spiritualität Kirsten Mulach – Konvertitin · Medienmacherin · Geisteswissenschaftlerin

Alle Folgen – Spiritus Caro Vivificat:

Pfingstsonntag: 📌 Folge 01 – Wer ist „der" Geist? | Alltag · Unterscheidung · Glaube · 📌 Folge 02 – Woher kommt er – wohin geht er? | Stille · Führung · Conversatio in Spiritu 📌 Folge 03 – Wie wirkt der Geist? | Filioque · Ost-Westkirchen · Konfessionsvielfalt

Pfingstmontag: 📌 Folge 04 – Wie spricht der Geist heute? | Liturgie · Sinnlichkeit · Schönheit 📌 Folge 05 – Warum ist der Geist im Leib? | Vernunft · Erfahrung · Gemeinschaft 📌 Folge 06 – Was heißt es heute „gesandt zu sein"? | Digitalisierung · Erwartung · Pfingsten

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00:00:00: Das passiert, hab ich auch schon erlebt.

00:00:03: Dass ich sicher bin und trotzdem die Mitschwestern gar nicht alle dasselbe so sehen?

00:00:09: Ja!

00:00:14: Und dann ist aber schon irgendwie mir klar... Also das muss mir dann auch mittlerweile niemand mehr sagen.

00:00:19: Es ist mir tatsächlich klar, es muss ich mir auch nicht einreden, dass ich hier der Einzige bin, der vom Heiligen Geist was hört.

00:00:25: und gebt Gott, dass sich ĂĽberhaupt jemand bitt.

00:00:28: Also ist es interessant, was die Mitschwestern sehen.

00:00:31: Und irgendwie sind ja auch Menschen Also der Heilige Geist spricht fĂĽr mich schon auch

00:00:40: Jesu,

00:00:41: Antletz in jedem Menschen sehen und den Heiligen Geist auch von anderen Menschen so hören.

00:00:45: Das ist fĂĽr mich was ganz Wichtiges!

00:00:48: Mein eigenes Stimme ist auch wichtig aber ich muss mich nicht dazu ĂĽberreden wahrzunehmen dass auch meine Mitschwestern Stimme des Geistes mir sagen und gerade auch da wo es sich schreibt oder wie

00:01:00: der Spruch kommt Wie kann man das jetzt in Relation setzen zum Heiligen Geist?

00:01:45: Also was ist jetzt notwendig, in einem weltlichen Kontext.

00:01:50: Wo sagen Sie es?

00:01:51: aber eine Führung des Heiligen geistes die sehen jetzt die nächsten Schritte.

00:01:56: bleibt das immer für sie persönlich auf sie bezogen oder kann man dass auch für eine Gemeinschaft festmachen.

00:02:02: Auf mich bezogen ja.

00:02:04: Das ist einer von den Dingen die ich immer noch lerne und die ich beim Rheinwachsen in der Gemeinschaft lerne dass das auf die ganze Gemeinschaft bezogen ist.

00:02:14: Also jedenfalls, was mir schon von Anfang an klarer war und es gibt nämlich Vorgesetzer ne?

00:02:22: Also eine Hausoberin, eine Provinzoberin, die entscheidet, was ich arbeite und wo und eine Generaloberin in Rom Und eigentlich entscheide ich letztlich das alles nicht.

00:02:36: Also in dem Sinne nicht auf mich bezogen.

00:02:38: Aber was ein wichtiger Teil dieser Entscheidung ist, ist das, was ich empfinde, dass ich selbst sehe die anderen, was sie alle sehen.

00:02:45: Im Idealfall jedenfalls eine Gemeinschaftsentscheidung.

00:02:48: In dem Sinne, dass das alles zusammenkommt und die Verantwortung ĂĽbernimmt dann die Vorgesetzte.

00:02:55: Ja da muss man miteinander sprechen, Gespräch im Heiligen Geist üben wir gerade aber es ist natürlich auch.

00:03:03: doch Da ist mein Teil, den ich dazu lege, der speist sich aus dem Gebet.

00:03:07: Aus der Betrachtungszeit.

00:03:09: Jeden Tag... Wir haben ein wenig so gemeinsames Chor-Gebet eigentlich nicht.

00:03:14: Also nach den Konstitutionen gar nicht.

00:03:16: Trotzdem beten wir natĂĽrlich manchmal gemeinsam die Heilige Eucharistie feiern.

00:03:21: Ist uns in unseren Konstitucionen wenn es irgendwie geht.

00:03:28: aber jeden Tag jede eine Zeit der stillen Betrachten mit einem Bibel-Betrachtung Und ganz wichtig abends eine Viertelstunde RĂĽckblick oder Examen, wie die Jesuiten sagen.

00:03:41: Also in einer bestimmten Weise auf den Tag zurückblicken und hören – wo war da der Geist?

00:03:45: Wie hat er zu mir gesprochen?

00:03:48: Wo war er eigentlich besonders präsent?

00:03:51: Und wenn ich jetzt mit der Sicht des Geistes Gottes Geistes draufschauberäuchte zum Beispiel auch was wünsche ich mir dass es anders gelaufen wäre dafür um Verzeihung bitten für das Morgen anders zu machen.

00:04:08: Also immer wieder, also in der Betrachtungszeit und in diesem Examen ist so eine Neuausrichtung eigentlich im stillen Zusammensein mit Gott.

00:04:18: Und das ist was daran auch Gottesgeist ist.

00:04:21: Das ist nicht, dass wir jetzt... Nämlich wenn wir gucken, was tun wir denn jetzt äußerlich als nichts?

00:04:27: In der Welt ist die Welt jetzt ignatianisch gesehen gar nicht so ein fremder Begriff.

00:04:31: Es ist oft bei Klöstern, auch im kirchenrichtigen Sinn eher mehr unterschiedend.

00:04:35: Da gibt es irgendwie den Sakralraum und das weltliche.

00:04:40: Und es ist bei ignationischen Orden besonders stark durchdrungen eigentlich, also wir hatten jetzt viele Jahrhunderte, hatte unsere Gemeinschaftsmädchenschulen und Ausbildungssozialpädagogik-Studienstellen und Kindergärten so.

00:04:53: Die hatten oft gar nicht besonders kirchliche Regeln.

00:04:55: da war einfach Gott.

00:04:56: natĂĽrlich wurde gebetet

00:04:57: usw.,

00:04:58: aber der Lehrplan wurde ungefähr so wie das sonst lege Arztes in dem Land gemacht.

00:05:05: Es ist mehr eine bestimmte Haltung damit umzugehen, die da – na ne sag ich jetzt mal – theologisch oder gläubig den Glauben da einspielt.

00:05:15: Nicht ein Gebiet was so besonders abgegrenzt ist.

00:05:19: Dennoch nehme ich es ja so wahr dass da durchaus auch ein Spannungsfeld sein kann also zwischen... Was machen Sie zum Beispiel wenn sie in sich die Führung durch den heiligen Geist wahrnehmen, dass aber völlig im Gegensatz steht zu dem was jetzt ihr Orden entscheidet.

00:05:37: Also wie geht man dann mit... also wie kann man denn mit solchen ganz praktischen banalen Fragen?

00:05:47: Ich frage ganz naiv einfach Wie löst man das für sich?

00:05:51: Sagt man dann ganz klar?

00:05:52: Gar

00:05:52: nicht fĂĽr sich!

00:05:53: Da fängt es schon an wenn man löst.

00:05:54: Also guten auch fĂĽr sich ja, stimmt.

00:05:57: Also wenn ich jetzt das passiert, habe ich auch schon erlebt.

00:06:01: Dass ich sicher bin und trotzdem die Mitschwestern gar nicht alle dasselbe so sehen, ne?

00:06:07: Ja!

00:06:08: Und dann ist aber schon irgendwie mir klar... also da muss man ja dann auch mittlerweile niemand mehr sagen.

00:06:13: Es ist mir tatsächlich klar, es muss ich mir auch nicht einreden, dass ich nicht hier der Einzige bin, der vom Heiligen Geist was hört.

00:06:19: und gebe Gott, dass sich ĂĽberhaupt jemand bin,

00:06:21: ne?!

00:06:22: Also ist es interessant, was die Mitschwestern sehen Und irgendwie sind ja auch Menschen, also der heilige Geist spricht für mich schon auch Jesu Antletz in jedem Menschen sehen und den Heiligen Geist auch von anderen Menschen so hören.

00:06:39: Das ist fĂĽr mich was ganz Wichtiges!

00:06:42: Mein eigenes Stimme ist auch wichtig aber ich muss mich nicht dazu ĂĽberreden wahrzunehmen dass auch meine Mitschwestern Stimme des Geistes mir sagen und gerade auch da wo es sich schreibt, wo der Widerspruch kommt.

00:06:56: Also wie ich sie verstanden habe, hilft dann wenn Sie sagen abends reflektieren Sie nochmal mit dem Heiligen Geist.

00:07:03: Schauen Sie sich Situationen an im Geist Gottes.

00:07:07: das heißt stille ist für Sie da ein ganz wesentlicher Raum damit es möglich ist.

00:07:13: also kann man den heiligen geist am besten in der stelle erfahren.

00:07:25: Ich schaue mich da ja zu sagen weil Es

00:07:33: hätte

00:07:33: eine Schieflage daraus, könnte man sich vorstellen.

00:07:36: Dass es man sich so zurückzieht und am besten für sich sitzt und da den Heiligen Geist erfährt.

00:07:41: Da fehlt aber mir in meiner Spiritualität hier die Welt.

00:07:44: also erstens mal die ganze Kirche, die nicht immer still ist sondern auch auf ganz verschiedene Weise ein sehr schöner liturgischer feierender froherweise aber ja auch manchmal in ringender Weise Geräusche macht.

00:07:58: Schöner und auch Dissonante Und das ist ja, was jetzt seit mindestens zwei Pontifikaten versuchen wir in diesem Gespräch im Geist auch irgendwie eine neue Form zu finden.

00:08:11: Vielleicht haben wir noch nicht die neue Form aber eigentlich viel länger also wahrscheinlich seit zweitausend Jahren versucht Kirche miteinander in verschiedenen Formen Eine ist schon immer das Konzil und da wird gesprochen irgendwie den Heiligen Geist zu hören.

00:08:26: Also die Stille ist wichtig und die ist vor allem zwischendurch immer wichtig dass ich direkt, wenn ich es jetzt mal so sagen darf.

00:08:36: Das ist ja eine andere Art von Gespräch in dieser Stille.

00:08:39: Die ist unverzichtbar und davon darf es auch vielleicht nicht zu wenig geben.

00:08:43: idealerweise.

00:08:44: aber ich könnte jetzt nicht sagen, sagen wir mal jemand der sich in Sozialarbeit, Armut wirklich tätige Nächstenliebe nehme ich mal so einen traditionellen Begriff stürzt und da keine Ruhe für ne Tagsunnacht, das würde ich nie sagen.

00:08:58: die Personen findet den Heiligen Geist weniger.

00:09:02: Das wĂĽrde ich mich so sehr scheuen, dass sich auf Ihre Frage am liebsten mit Nein antworten wĂĽrde, ne?

00:09:07: Weil wenn ich hungrige habe und die Speise dann bin ich bestimmt genauso nahe... Und die sagen mir was oder die fordern mich heraus, dann bin Ich bestimmt mindestens genau so nah am Heiligen Gas wie wenn ich in meiner schönen Gebetsäcke sitze.

00:09:19: von meiner Ikone schön alles geheizt ja und niemand stört mich bei meinen vielleicht sehr eigenen Gedanken.

00:09:27: Das kann nämlich auch passieren, also die Stille allein macht es auch noch nicht.

00:09:31: Also ja auf Ihre Frage aber auch unter Umständen nein.

00:09:35: Sie haben jetzt gerade so ein bisschen angesprochen doch ich finde das genau verständlich.

00:09:39: Nein absolut weil ich sehe dass nehmen das ähnlich war.

00:09:42: aber das was sie halt auch angesprochen haben nehme ich an sie meinen Konversatio in spirito also das heißt dieses im Austausch mit anderen durch Geist geführt im Gespräch im Austauch sein.

00:09:54: Und da habe ich einfach fĂĽr mich die Erfahrung gemacht, eben weil ich halt von auĂźen komme.

00:09:58: Ich kannte das Konversatio in Spirito genauso wie Sie es eigentlich geschildert haben als Lebensweise.

00:10:04: Also das heißt, dass ist eine innere Haltung, die sich aber im Äußeren auch spiegelt und daraus wird manchmal ... hab' ich das Gefühl so ne Methode gemacht.

00:10:14: also das jetzt runterzubrechen auf eine didaktische Methode wäre mir wiederum zu wenig, wissen Sie was ich meine?

00:10:21: So weil Geist für mich sich nicht pädagogisieren lässt in dem Sinne.

00:10:26: Weil es dann auch nur wieder ein Aspekt abbildet aber eben nicht das gesamte Umfeld des Geistes.

00:10:32: Ich sehe das genauso wie sie.

00:10:34: der Geist zeigt sich mehr in äußeren Situationen in der Welt.

00:10:38: er zeigt sich nicht nur im inneren Gespräch.

00:10:40: das innere Gebet und dass die Stille ist fĂĽr FĂĽr mich wichtig, aber nicht fĂĽr den Heiligen Geist.

00:10:47: Aber fĂĽr mich ist es wichtig!

00:10:49: Der Heilige Geist weht wo er will wann er will durch wen er will und wie er will... ...aber ich merke dieses Bewusste auseinandersetzen sich bewusst in die Begegnung geben ist ein Aspekt der tut mir gut.. ..aber ich glaube nicht dass der heilige geist darauf angewiesen ist das ich mir jetzt abends eine halbe Stunde Zeit nehme fĂĽr ihn sondern der zeigt sich mir durchaus eben genau das was sie geschildert haben in der Welt.

00:11:13: also ich versuche Wirklich dieses Konversatio in Spirito eigentlich, ja eigentlich.

00:11:20: Das ist fĂĽr mich eine Lebenshaltung, eine Lebenseinstellung im Einklang sich mit seinem Alltag auf den Geist Gottes zuzubewegen.

00:11:31: also das is fĂĽr mich nichts was abgeschlossen und abgetrennt

00:11:39: im Sinne einer Methode, wo man sagt jetzt so und so.

00:11:41: Genau!

00:11:42: Das heiĂźt ein Zeitfenster von drei Minuten in dem der Heilige Geist nicht erreichen

00:11:46: war?

00:11:47: Ja also ich habe auch verschiedene Erfahrungen damit gemacht und auch schon gute tatsächlich und zwar wieder willen, also so volles Capsis Das kann ja schon wieder gar nicht sein.

00:11:58: Ich bin wirklich furchtbar an dieser Stelle, Spielchen und so.

00:12:01: Kann ich ja gar nicht leiden!

00:12:02: Wenn es schon mit Vorstellungsrunden losgeht dann ist Lehrveranstaltung ja schon gar nichts.

00:12:05: Da bin ich also von meiner Grundeinstellung wirklich schrecklich.

00:12:09: Und das Wort Pädagogik und pädagogische Methode im Schätzen gelernt habe ich jetzt auch erst seit ich mal mit ein paar wirklich guten Pädagogen zusammengelebt hab und so... Aber auch bei der Methode war ich schon wieder skeptisch, also es ist anscheinend eher so mein Straßengraben und dann habe ich tatsächlich doch gute Erfahrungen damit gemacht in Gruppen wo wir aus dem Gespräch ziemlich rausgefallen waren.

00:12:32: Also ich glaube jetzt bei einer Konstellation wo das Gespräch schon läuft Uhr nicht so wichtig.

00:12:40: Da gibt es irgendwie ein Reichtum von selbst, aber bei etwas wo dieses Gespräch abgebrochen ist und überhaupt erst mal wieder in Gang kommen soll da war's tatsächlich eine Hilfe oder wo eigentlich nur immer nur die drei gleichen Reden ja und irgendwie drei gleiche andere immer nur entweder dazwischen brüllen können oder nie zu Wort kommen.

00:12:59: In so einer Situation habe ich gute Erfahrungen gemacht Schon, weil es nämlich doch etwas verändert hat.

00:13:05: Nur schon auch dadurch.

00:13:07: und dann dieses ganze Hören und dieses Stillsein Wir reden ja jetzt eigentlich auch nicht so dass wir mal zwei Minuten still sind Aber das macht aus dem Gespräch was?

00:13:16: Absolut!

00:13:16: Und das ist an dieser Methode ja völlig überraschend und tatsächlich der Heilige Geist hat's gleich ergriffen.

00:13:21: Das ist vor zwei Wochen oder so gewesen.

00:13:24: Wir arbeiten gerade in unseren Konstitutionen Da waren wir eine Gruppe von Mitschwestern Also da haben sich zwei wirklich widersprochen Und genau an der Stelle haben wir alle gemeinsam entdeckt, dass da uns was wichtig ist.

00:13:40: Das hatte etwas mit diesen Pausen zu tun, glaube ich.

00:13:43: Da war es doch eine riesige Hilfe!

00:13:45: Also vielleicht gibt es ja so kirchliche Zusammenhäuser... Es war jetzt Synodader Weg und Synodin Rom.

00:13:53: Es gibt Konstellationen, wo man das auch mal richtig strikt also mit der Uhr.

00:13:59: als hilfreich empfinden kann.

00:14:01: Das ist bestimmt noch nicht ... Weil der Weisheit letzter Schluss gepasst, ĂĽberhaupt nicht zum Heiligen Geist?

00:14:05: Die Weisheid geht ihren Weg durch die Zeit!

00:14:09: Aber es scheint... Ich hab jetzt schon mal ein-, zwei gute Erfahrungen damit auch gemacht.

00:14:14: Und gab's

00:14:14: dann da auch so eine geistliche ĂśberprĂĽfung?

00:14:18: Weil ich frage mich, wer entscheidet, wer den Heiligen geist stimmig in dem höheren Kontext wahrgenommen

00:14:26: hat?!

00:14:27: Wie wer?

00:14:28: Genau das.

00:14:30: Wie genau das?

00:14:31: Also

00:14:31: es geht so, dass gar niemand hat das entschieden glaube ich.

00:14:36: was allerdings wirklich eine philosophisch gesprochen macht, ökonomischer Frage ist die des Protokollanten.

00:14:47: also genau weil es ist ganz viel gesagt In der Runde, das geht ja so.

00:14:52: Das Gespräch im Geist ist, dass man irgendwie in mehreren Runden erst etwas sagt und dann sagt was man gehört hat und dann irgendwie findet, was dem gemeinsam war.

00:15:01: So haben wir es jedenfalls getan und dazwischen immer still.

00:15:04: Und dann gibt's jemanden, der das zu Papier bringt und natĂĽrlich kommt da wird es sehr verdichtet.

00:15:10: also jedenfalls in unserem Fall sollten wirs auch sehr verdichten.

00:15:14: Und das ist eine ganz sensible Stelle Wird das sozusagen der kleinste gemeinsame Nenne?

00:15:19: Oder was ist mit der, was wir nennen die prophetische Einzelmeinung.

00:15:23: Die dann irgendwie da ganz anders dazu spricht.

00:15:26: oder wie viel Komplexität, wie viele Länge gönnt man sich da als Gemeinschaften auch?

00:15:35: Das ist vielleicht... Und was hat es denn fĂĽr ein Gewicht im Ganzen komplizierte Fragen bei denen uns der Geist wahrscheinlich noch viel wird helfen mĂĽssen.

00:15:48: dass man das dann auch wieder als Prozess irgendwie in der Argumentative soll ja gerade nicht so sein, ne?

00:15:54: Dass starke Argumente stärker sind als schwache oder gar nicht Argumnte.

00:16:01: Aber wie geht man damit um mit diesem anderen was er auch seine Bedeutung hat?

00:16:06: Ja weil der heilige Geist ja der Geist der Einheit ist.

00:16:10: Das heiĂźt ich finde es schon spannend zu schauen Wie kann das gehen?

00:16:16: formieren oder wie kann er Einheit schaffen, wie kann ein Einheitsstiften trotz unterschiedlicher Perspektiven.

00:16:24: Trotz unterschiedlichen Wahrnehmungen und Empfindungen?

00:16:28: wie auch immer – das finde ich schon sehr spannend!

00:16:31: Also ich habe das GefĂĽhl, um einen Text zu produzieren ist es vielleicht noch gar nicht allein die Methode.

00:16:36: Sondern es ist eigentlich eine Methode, die bisher bei mir die Stärke hat in diesem ersten Wahrnehmung – was ist überhaupt da?

00:16:43: Worum geht's ĂĽberhaupt?

00:16:45: Was sind ĂĽberhaupt die Themen?

00:16:46: Was ist bei den anderen?

00:16:48: Was hören sie denn?

00:16:50: Diese Vielstärmigkeit Gottes gemeinsam zu hören, ich glaube, dass ist vielmehr der Platz dieser Methode so wie wir sie jetzt gerade üben.

00:16:58: Aber ich gebe Ihnen total recht.

00:16:59: fĂĽr mich, war das auch im Anfang befremdlich.

00:17:01: Der heilige Geist als Methode sich in Form von Methoden dem Heiligen Geist zu nähern, war erst mal befremdlich...

00:17:08: Obwohl griechisch die Methode ist ja der Weg!

00:17:10: Jesus hat sogar gesagt, ich bin der Weg also.

00:17:12: Aber es ist ein heiliger Geist der Weg?

00:17:15: Ich weiĂź es nicht.

00:17:17: Mal sehen.

00:17:20: Ja, ich meine wir beide mĂĽssten natĂĽrlich auch ehrlicherweise sagen.

00:17:23: Mein Jesus hat uns das ja auch offen gelassen.

00:17:26: Also Die Apostel haben ja nicht gefragt, als Jesus gesagt hat ich gehe und hinterlasse euch ein der tagtäglich bei euch bleibt und dem bei euch bleiben wird.

00:17:35: Hat ja keiner gefragt okay du gehst wer kommt da?

00:17:40: Was kommt da, woran erkenne ich den?

00:17:42: Wie kann ich mit dem umgehen und will ich

00:17:44: das?".

00:17:45: Das heißt eigentlich die Fragen über die wir jetzt so ein bisschen nähern.

00:17:49: Wir versuchen uns ja alle jetzt irgendwie dem Heiligen Geist als Person zu nähern, ihn greifbar zu machen weil Jesus das ja offen gelassen hat.

00:17:56: also... Und die zwölf Apostel!

00:17:59: Ich meine sie haben ĂĽber Gregorius Palamas promoviert.

00:18:03: Das heißt, wenn man sich das anschaut es ist ein heiliger Geist und die zwölfer Postel haben sich dann doch in ganz unterschiedliche Regionen und Richtungen entwickelt.

00:18:13: Wie sind Sie denn auf Gregorios Palamas gekommen?

00:18:16: Wenn ich das so fragen darf...

00:18:18: Wie bin ich auf Gregoris Palamas bekommen?

00:18:22: Also äußerlich erzählt.

00:18:26: Also ich glaube zuerst bin ich zum Jesus-Gebet bekommen.

00:18:29: Und zwar auch innerhalb des Theologiestudiums und dann habe ich das geĂĽbt, gelernt in Niederalteich.

00:18:35: Kennen Sie Niederallteich?

00:18:36: Das ist ein Benediktiner Kloster an der Donau.

00:18:41: Die haben zwei FlĂĽgel vielleicht also einen Lateinisch Betenden, einen bizantinischen Ritus im gleichen Kloster.

00:18:48: Mönche die da und damit beten.

00:18:52: Und da habe ich das gelernt.

00:18:53: Dadurch hat sich das sehr schnell mit dieser Herkunftstraddition verbunden, Jesus gebeten mit dem Hesychasmus, wo auch Gregorius Palamas seine theologische Stelle hat oder wovon der russische Pilger – also diese Tradition, wo es herkommt und wovorn wo aus das in den Westen gekommen ist.

00:19:16: Bericht des Pilgers Und das kannte ich schon.

00:19:20: Dann habe ich ein Promotionsnema gesucht und hatte alle möglichen Vorschläge, die mein Doktor Vater irgendwie nicht überzeugt haben.

00:19:29: Und ich hatte jedenfalls auch den Wunsch wieder besser griechisch zu lernen.

00:19:32: Jetzt kommt was ganz pragmatisches, das klingt völlig unromantisch und ich wollte irgendwie einen griechen Autor weil ich natürlich nicht einfach so grieches lerne sondern nur wenn es irgendwie ein anders gibt also griecher Autor.

00:19:44: aber ich hatte Scheu in die Antike zurĂĽckzugreifen in der systematischen Theologie.

00:19:48: Irgendwie habe ich gedacht meine Gefahr da etwas drĂĽber zu projizieren dann ĂĽber einen der sehr weit weg ist ist irgendwie hoch Dichte dem mein Problem an.

00:19:59: Und dann hat ein Neutester-Mentlerassistent damals gesagt, kennst du eigentlich Gregorias Palamas?

00:20:07: Wäre das was?

00:20:08: und dann bin ich dem nachgegangen und habe gesehen oh ne kannte ich nicht aber der hat ja mit meinem Jesus gebet zu tun.

00:20:16: Das war auch schon wieder ein Argument dagegen weil es dann auch sehr... Also es darf hier nicht so persönlich sein die Thematik über die man arbeitet, man braucht diesen Abstand.

00:20:31: Aber es hat mir gefallen und ja ich bin bei dem Thema dann weil mich die ganze also damals habe ich irgendwie noch ganz gerne naiv gesagt Die Ostkirche Also diese grissliche Tradition der östlichen Kirchen Tief ist für mich reich Und die isst für mich auch ein Gebetsraum und einen Spiritualitätsraum der mir einfach sehr viel bedeutet und der mir in dieser Arbeit so entgegen kam.

00:20:57: So kam ich dann dahin und hab mich da auch weiter sehr wohlgefĂĽhlt in diesem Dissertationsthema.

00:21:13: Wie kann das sein, dass man eine unterschiedliche Sprache fĂĽr dieselbe Suche

00:21:19: und

00:21:20: dieselbe Person

00:21:21: findet?

00:21:23: Ja also ich hoffe es wirklich pingelig.

00:21:26: aber ich muss jetzt

00:21:27: Sie dĂĽrfen pingelich

00:21:28: aufdrehen Darauf bestehen ist ja viel mehr Konfessionen noch gibt ganz nur diese zwei.

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