LOGOS LOUNGE: Hat der Westen das Geheimnis verloren?
Shownotes
Warum wirkt die orthodoxe Tradition auf viele heute plötzlich so faszinierend?
Wir leben in einer Zeit, in der Menschen alles erklären können — aber kaum noch lernen, Gott zu erfahren.
Vernunft. Analyse. Diskurs.
Aber was passiert, wenn Liturgie nicht mehr berührt — sondern nur noch verstanden werden soll?
Öffnet Liturgie Räume für Spiritualität — oder nur einen Strom der Vernunft?
Ein Ausschnitt aus Folge 04 der LOGOS LOUNGE 🕊️, in der wir über Ost- und Westkirche sprechen, über Schönheit, Sinnlichkeit und die Frage, warum Menschen Gott oft gerade dort erfahren, wo Glaube nicht nur gedacht — sondern wahrgenommen wird.
Vielleicht verliert der Glaube dort sein Geheimnis?
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Transkript anzeigen
00:00:00: Also es ist Ästhetik, aber es hat Ästetik nicht in diesem Sinne wie wir den Begriff Ästätiker oder das Verständnis, sondern Sinnlichkeit.
00:00:08: Das sind sinnliche was man da so erfährt Schon alleine dieses Gold, diese Ekonostasis ist.
00:00:16: er einerseits leuchtet und andererseits es ist dunkel.
00:00:19: Es hat auch dieses Geheimnisvolle aber nicht abstraktgeheimnisful sondern so ganz sinnlich geheimnisfulles.
00:00:25: Es ist duftet!
00:00:26: Das hört sich irgendwie an die Gesänge.
00:00:28: Ist das auch nicht so klar?
00:00:30: Die Musik, die Stimmen machen so Zwischentöne.
00:00:33: Die Farben sind irgendwie... Und diese Econen, diese Stille Präsenz für's Sehen fürs Hören fürs Riechen fürs Tasten des Wachs Das sind ja so sinnliche Erfahrungen der Liturgie.
00:00:46: Und das verbindet sich da so untrennbar mit dem Glauben, also das ist fast sozusagen im Vordergrund würde ich sagen.
00:00:56: Während bei uns die Gottesfrage erst mal auf so eine Abstraktion ist – also glaube ich überhaupt an Gott!
00:01:01: Ist da erstmal ein sinnlicher Erfahrung und dann führt die mich irgendwie, dadurch dass auch die Texte kommen.
00:01:07: Dass irgendwie auch zur Bewusstsein steigt, führt mir das zu einer abstrakten Gottesfrage.
00:01:13: aber erst mal ist es eine Lebensgefühl vielleicht eher und das finde ich schon stark.
00:01:20: Ist das nicht auch eine Voraussetzung?
00:01:23: um Gott erfahren zu können und Jesus erfahren zu kann.
00:01:26: Ich meine, Paulus sagt doch niemand erkennt Jesus außer durch den Heiligen Geist.
00:01:30: also dann muss ich doch auch die Erfahrung dafür haben und den Raum haben, um diese Erfahrung machen zu können?
00:01:37: Ja genau es ist eine Erfahrung ja auch.
00:01:40: Es ist nicht einfach ein Gedanke oder ein Erkennnis in dem Sinne im abstrakten Sinne.
00:01:45: Also einmal ist das der liturgische Raum, den ich eben versucht habe zu beschreiben aber vielleicht auch Ja, eine Gebetsübung.
00:01:54: Eine Gebetspraxis die das Hesichasmus des Kriegeräues Palamas also dieses Kontemplative.
00:02:01: ich setze mich hin und spüre erstmal den Atem der Atos-Gebetskultur.
00:02:09: Also ich... Ich widerwohle ein einfaches Wort, das ist kein Gedanke.
00:02:13: Es ist eher das was wir auch in der westlichen Tradition Rominare genannt haben – Wiederkoin!
00:02:18: Ich bleibe an etwas dran und ich durchschmecke das.
00:02:21: Ich verdauere es wirklich, diese Art zu beten.
00:02:26: Und das macht natürlich eine ganz andere... Das sinkt tief, das sind körperliche Erfahrungen des eigenen Glaubens von der ich glaube, dass sie für das Erfahren des Heiligen Geistes auch sehr wichtig ist.
00:02:41: Also die Liturgie, die wir feiern gemeinsam unterbricht jedenfalls weniger – das ist den Vernunftsstrom!
00:02:48: Und es hat natürlich eine hohe Stärke und vielleicht….
00:02:52: also das gehört auch ganz stark zu mir ja?
00:02:54: Ich bin eigentlich liebe Philosophie und so weiter.
00:02:56: Ich finde klare Aufklärung ganz wichtig, würde ich auch nie sagen okay, wir wollen jetzt ins Mystische abtauchen.
00:03:02: So und das ist ja alles viel besser.
00:03:05: Und trotzdem habe ich selber diese Erfahrung gemacht, dass das mir hilft in der Gebetsstimmung zu finden und nicht dadurch, dass es dummer wird.
00:03:15: Ja, das ist vergleichbar mit einer Wanderung.
00:03:18: Ich mache einen Schritt.
00:03:20: Jakobsweg ist ja auch was ganz im Westen und geht sogar noch nach Westend so bis die Erde zu Ende ist.
00:03:25: Das hat ja jetzt mit der Himmelsrichtung nichts umhinkt zu tun.
00:03:31: Wir kennen das eigentlich.
00:03:31: Das ist eine körperliche Bewegung, eine Körpererfahrung hilfreich sein kann, um irgendwie auch auf eine andere Ebene zu kommen.
00:03:40: Und ich glaube so was hat die östliche Liturgien haben das irgendwie jetzt auf einer anderen Weise eben sich auch vielleicht dadurch dass sie einfach bewahrt haben.
00:03:51: diese Sinnlichkeit
00:03:54: Ja, aber sie ist zum Beispiel gerade das Jesus-Gebet angesprochen.
00:03:57: Ich finde gerade dass Jesus Gebet ist ja auch etwas wo man in einem Ritus sehr wohl eine mystische Erfahrung machen kann.
00:04:05: also gerade das jesus gebet ist für mich etwas was durch das immer ständige wiederholen ich würde es jetzt fast sagen mantraartige wieder holen trotzdem räume aufmachen können in den erfahrungen möglich werden auch Erfahrungen des heiligen geistes
00:04:23: Und zwar diese Empfangenden ganz stark.
00:04:26: Also dieses ... Ja, also diese Erfahrung des Heiligen Geistes und der Unterstellung der Geister bleibt aber es ist eine Erfahrung des Betens das irgendwie auf diese kreative Atmosphäre eintauchen von der sich auch die Kraft speist, glaube ich sozial tätig zu werden und so, das ist ja eigentlich kein entweder oder.
00:04:57: Irgendwas wo ich hier glaube einwurzelt in meinem Körper und irgendwie auch eine Liebe mal ausbilden.
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